| Parallel zu Diashow, Bildband, Ausstellungen und Kalendern entstand das umfangreiche Filmprojekt »Die Wüsten der Erde«. Elke Wallner drehte diesen Film mit hohem professioneller Anspruch und in Sendequalität. Ein erstes Ergebnis ihrer Arbeit war die 50 minütige »K1 extra« – Reportage »Abenteuer Wüste«, die im Oktober 2004 erfolgreich von Kabel 1 ausgestrahlt wurde.
Ferner griffen zahlreiche ARD- und ARTE- Kulturmagazine auf das Filmmaterial zurück. Parallel zu diesen TV-Produktionen begann Elke Wallner mit der Arbeit an mehreren DVD-Projekten. Zunächst erschien im November 2004 die DVD »Die Wüsten der Erde – Das Abenteuer« (50 min). Inzwischen ist das Gesamtwerk »Die Wüsten der Erde« als DVD-Edition mit einer Laufzeit von 330 min erhältlich. Die im Schuber gelieferte Edition besteht aus drei DVDs: »Die Wüsten Asiens« (140 min), »Die Wüsten Australiens und Amerikas« (106 min) und »Die Wüsten Afrikas« (86 min). Dieses sind auch einzeln erhältlich. Alle drei Filme erzählen nicht nur von Abenteuern und Erlebnissen, sondern dokumentieren mit phantastischen Aufnahmen auch Landschaften und Kulturen. Sie gehen in Inhalt und Umfang noch weit über die Diashow von Michael Martin hinaus.
Die Stärke der Filme von Michael Martin und Elke Wallner sind zum einen die Intensität und Schönheit der Bilder sowie der interessante Kommentar, aber sicher auch die Authentizität. Die beiden waren bewusst ohne externes Filmteam unterwegs, so dass die Filme »ganz nah dran« sind. In vielen Ländern und in manchen Situationen waren Flexibilität und das Arbeiten ohne Team auch unabdingbare Voraussetzung, um überhaupt filmen zu können. So war Elke Wallner bei einem Pilgerfest in Tibet, bei Opiumschmugglern im Iran oder in einer Smaragdmine in Afghanistan sicher die einzige Kamerafrau. Auch das Motorrad trug als Reisefahrzeug dazu dabei, daß weder sonnenbebrillte turkmenische Sicherheitsbeamte noch humorlose chinesische Polizisten misstrauisch wurden.
Die Kameraausrüstung war im Vergleich zu anderen Fernsehproduktionen äußerst kompakt, mit einem Motorrad als Reisefahrzeug dennoch erstaunlich umfangreich. Zum Einsatz kamen eine professionelle 3-Chip Sony Videokamera, ein schweres Sachtler-Stativ mit Schwenkkopf und diverses Zubehör. Während der 900 Tage belichtete Elke Wallner 300 Stunden Filmmaterial.
Elke Wallner war vor ihrer Tätigkeit als Kamerafrau als Redakteurin tätig. Sie ist Mutter von drei Kindern und lebt in München. Neben ihrer Arbeit als Kamerafrau hat sie auch den Schnitt und die Nachbearbeitung am hauseigenen AVID-Schnittplatz übernommen. Neben dem Projekt »Die Wüsten der Erde« erstellte Elke Wallner für die FWU die beiden Lehrfilme »Naturraum Wüste« und »Lebensraum Wüste«. |